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Förderpreisträger

 

Verleihung der Förderpreise 2016 der Sudetendeutschen Landsmannschaft

Samstag, 14. Januar 2017 um 15 Uhr im Sudetendeutschen Haus

Die Einladung finden Sie hier.

 


 

Die Preisträger:

Bildende Kunst und Architektur
Stefan Klein
(* 21. Dezember 1983 in Memmingen)
Das MoMa in New York, die Albertina in Wien und die Tate Gallery in London – so namhafte und großartige Museen stellen – unter anderem – die Werke von Stefan Klein aus. Der erst 33-Jährige hat es also bereits in die Weltspitze geschafft. Parallel zu seinem Studium der Soziologie und Kunstvermittlung an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg studierte er an der Hochschule für Kunst in Bern, anschließend an der Bauhaus-Universität Weimar und an der Athens School of Fine Arts in Griechenland. Bereits in dieser Zeit erhielt er viele Auszeichnungen, darunter den Hochschulpreis der Bauhaus-Universität für die beste künstlerische Arbeit und den Sheffield International Artist’s Book Prize. Seine Werken wurden bzw. werden in der ganzen Welt ausgestellt, von den USA über Island bis Japan.
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Darstellende und ausübende Kunst
Philipp Moschitz
(* 25. Februar 1985 in Osnabrück)
Der 31-jährige Absolvent der Bayerischen Theaterakademie August Everding ist auf der Bühne ebenso zu Hause wie im Fernsehen. Er spielt nicht nur, sondern singt, inszeniert, coacht und lehrt. Auf der Bühne bringt er sein schauspielerisches Talent sowohl in Klassikern wie McBeth, My Fair Lady oder der Zauberflöte wie in Komödien (Schluss! Aus! Amen!) oder Krimis (Tatort, „Die Rosenheim Cops) zum Ausdruck. Mit der Rolle „Das Nichts“ in „Sieben Türen. Bagatellen“ von Botho Strauß wurde Philipp Moschitz beim Theatertreffen deutschsprachiger Schauspielstudierender in Salzburg 2007 mit einem Einzelförderpreis für herausragendes Spiel auf der Bühne ausgezeichnet.
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Musik
Hannah Solveig Gramß
(*20. Juli 1998 in Nürnberg)
Angeregt vom musikalischen Eltern- und Großelternhaus, begann Gramß bereits mit vier Jahren mit dem Geigenspiel. Mehrfach nahm sie an „Jugend musiziert“ teil und belegte schon mit neun Jahren erste Preise, sowohl in Solowertungen als auch in kammermusikalischen Kategorien. Während ihres Abiturjahres (2016 Abitur am musischen Gymnasium) kam sie an die Musikhochschule Würzburg, um dort als Pre-College-Studentin ihren Unterricht bei Professor Herwig Zack fortzusetzen. Ihre gesamte Kindheit und Jugend war von Musik, Tanz, Gesang, Konzert- und Orchestertätigkeit geprägt. Besonders ihre Mitgliedschaft im Bayerischen Landesjugendorchester und im Bundesjugendorchester gaben ihr die Möglichkeit, bereits in jungen Jahren unter der Leitung namhafter Dirigenten (Sir Simon Rattle, Mariss Jansons, Alondra de la Parra) in vielen der größten deutschen Konzertsäle aufzutreten. Seit Oktober 2016 ist Gramß Violinstudentin an der Musikhochschule Würzburg.
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Literatur und Publizistik
Jonathan Böhm
(*5. Oktober 1983 in Zwickau)
Böhm studierte Komparatistik, evangelische Theologie und Latinistik in Leipzig und Prag und seit 2012 am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, wo er derzeit an seinem Romandebüt arbeitet. Außerdem war er 2015/16 Mitherausgeber der „Tippgemeinschaft“, der Jahresanthologie der Studierenden des Deutschen Literaturinstitutes Leipzig. Veröffentlichungen finden sich unter anderem in der Anthologie „Tippgemeinschaft“ und den Zeitschriften „Bella Triste“ sowie „Sinn und Form“. Im Oktober 2016 erschien seine Erzählung „Mandana“ als Buch bei hochroth Leipzig.
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Wissenschaft
Dr. Melanie Barbato
(*15. August 1981 in Immenstadt)
Die studierte Religionswissenschaftlerin und Philosophin promovierte über die verschiedenen Interpretationen der jainistischen Theorie der Pluralität von Wahrheit und Wirklichkeit (anekantavada) vor und nach der Interaktion mit dem Westen. Hierfür wertete sie zahlreiche klassische und moderne Dokumente aus und führte Interviews mit jainistischen Geistlichen und Gelehrten in Indien. Die Dissertation wird 2017 als Buch mit dem Titel „Jain Approaches to Plurality: Identity as Dialogue“ erscheinen. Seit 2016 untersucht sie im Rahmen ihrer Habilitation den interreligiösen Dialog zwischen Christen und Hindus. Dabei interessiert sie vor allem die Bandbreite der Begegnungen auf höchster Ebene zwischen theologischem Dialog und religiöser Diplomatie.
Melanie Barbato engagiert sich auch über die Wissenschaft hinaus seit vielen Jahren im Bereich des Dialogs und ist Mitglied bei Occurso, einem Institut für interreligiösen und interkulturellen Dialog. Neben wissenschaftlichen Texten veröffentlicht sie auch englischsprachige Gedichte. Inspiration und Motivation für die Arbeit in all diesen Bereichen ist ihr katholischer Glaube.
Als Mitglied des Cluj Center for Indian Studies organisierte sie eine Ausstellung von Sanskritbüchern an der rumänischen Akademie der Wissenschaften mit. In Klausenburg begann sie auch, sich für ihre eigenen Wurzeln im Osten zu interessieren. Seit Frühjahr 2015 ist sie Mitglied der Sudetendeutschen Landsmannschaft.
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Volkstumspflege
Irmgard und Gerald Deistler
(*25. Januar 1980 und 29. Oktober 1988 in Nürnberg)
Durch den glücklichen Umstand, dass beide Elternteile Egerländer Abstammung waren, wuchsen Irmgard und ihr Bruder Gerald von klein auf mit der Egerländer Mundart auf. Auch das Egerländer Brauchtum und v.a. die Musik und der Gesang aus dem Egerland spielten in der Familie stets ein wichtige Rolle. Von Kindesbeinen an traten Irmgard und Gerald gemeinsam mit ihrer Mutter als „Familienmusik Deistler“ bei der Egerländer Gmoi z’Nürnberg auf.
Im Laufe der Jahre wurden die Gruppe vor allem wegen ihrer originalen Liedauswahl, ihrer ursprünglichen Besetzung (Geige und Dudelsack) sowie ihren mundartlich hochwertigen Gesangsvorträgen auch überregional bekannt und beliebt. Unter anderem wirkte die „Familienmusik Deistler“ im Jahre 2000 bei der Weihnachts-CD „Unerhörtes Wunder“ der Egerland-Jugend mit und wurde beim Egerlandtag 2013 mit dem Förderpreis des Kulturpreises „Johannes von Tepl“ ausgezeichnet.
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ARCHIV: Preisträger des Jahres 2015 und der Vorjahre


Kulturpreis für Bildende Kunst und Architektur
Kilian J. Neomuk Schönberger (* 1985 in Weiden)

Der heute in Köln arbeitende Fotograf wurde 1985 in Weiden geboren und studierte Diplom-Geographie mit den Nebenfächern Soziologie und Städtebau. Damit korrespondiert auch der thematische Schwerpunkt seiner fotografischen Arbeiten: das Spannungsfeld zwischen Natur- und Stadtlandschaften. Seine Bilder sollen nicht nur reine Naturdokumente sein, sondern gleichzeitig visuell erlebbare Räume. Das Ziel ist, die Augen des Betrachters für die Wahrnehmung des Besonderen sowohl im scheinbar Alltäglichen als auch im Verborgenen zu öffnen.
Besonders angetan haben es Schönberger die Handlungsorte alter Märchen und Sagen. Ein Jahr lang begab er sich auf eine 70.000 Kilometer lange Reise quer durch Deutschland und erkundete dabei Land und Sagenorte für sein Buchprojekt "Sagenhaftes Deutschland". Der großformatige Bildband ist im Verlagshaus Frederking & Thaler im Spätherbst 2015 erschienen.
Für Schönberger ist Fotografie eine Möglichkeit das Bewusstsein für Landschaften, aber auch die Geschichte von Kulturlandschaften zu schärfen. Gerade heute sei es wichtig, mit visuellen Medien auf die Spuren der Vergangenheit in den ehemaligen sudetendeutschen Gebieten aufmerksam zu machen. Die Fotografien Kilian Schönbergers wurden in Ausstellungen in Deutschland, Tschechien und Frankreich gezeigt. Seine Arbeiten sind in Bildbänden vertreten und wurden in Medien wie CNN, arte, Stern, La Repubblica, Smithsonian Magazine, Huffington Post, TV5 und dem Bayerischen Rundfunk präsentiert. Daneben arbeitet Schönberger für Unternehmen und Einrichtungen wie den Softwarehersteller Adobe oder die Bayerische Staatskanzlei.
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Kulturpreis für Literatur und Publizistik
Sarah Rehm (*2. Juli 1982 in Dachau)

Sarah Rehm erhielt 1999 den dritten Preis des Max-Brod-Preises der Prager Franz-Kafka-Gesellschaft für Essayistik jüngerer Schriftsteller und war im Sommer 2011 Stipendiatin des Prager Literaturhauses deutschsprachiger Autoren. In München und Berlin hat sie Erfahrungen als Regieassistentin gesammelt, 2002 wurde ihr "Fahrradstück" in den Connewitzer Cammerspielen Leipzig uraufgeführt.
Die vielseitig interessierte und engagierte Autorin hat während ihres Prager Stipendienaufenthalts auch Südböhmen bereist und sich in Gedichten mit der Heimat Stifters, mit Budweis und der Vertreibung befasst, eine Reminiszenz an eine ihrer Großmütter, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus der Tschechoslowakei vertrieben wurde. In Dresden ist Rehm neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit als freiberufliche Lektorin und nach einer Ausbildung am Berliner Institut für Entspannungskommunikation auch als Schreibtherapeutin tätig. In den Schreibwerkstätten "Starke Federn" arbeitet Sarah Rehm mit Menschen aller Generationen, Herkunft und Schreibwünsche an deren Texten und seit 2015 in ihrem Projekt "Tell your Truth" verstärkt mit Gruppen aus Teilnehmern mit und ohne Migrationshintergrund.
Inhalte ihres literarischen Schreibens sind Themen wie Heimat, Zuhause, Herkunft, Krieg, Flucht, Vertreibung und persönlicher Widerstand, Mut und Andersdenken. Ihre Schreibhintergründe findet Sarah Rehm vorzugsweise auf Reisen, am Meer und in der Fremde, die ihr schon oft vertraut geworden ist.
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Kulturpreis für Darstellende und Ausübend Kunst
Jamina Gerl (*1986 in Bonn)

Kaum Fünfzehnjährig, wurde Jamina Gerl als Vollstudentin an der Hochschule für Musik und Tanz Köln angenommen. Anschließend ermöglichte ein Vollstipendium der University of Alaska ihr ein Aufbaustudium bei dem russischstämmigen Dirigenten und Pianisten Eduard Zilberkant. 2011 erwarb sie den Master of Music in Piano Performance und war bis Ende 2012 als Assistentin der Catholic University of America  in der Klasse von Nikita Fitenko (Doctor of Musical Arts) tätig.
Jamina Gerl hat sich ein außerordentlich breites Repertoire erarbeitet, das von den Anfängen der Klavierliteratur bis in die Gegenwart reicht. Ihre besondere Zuneigung gilt den Werken von Bach, Mozart, Beethoven, Schubert, Schumann, Brahms, Chopin und Liszt; doch auch böhmische und russische Komponisten finden ihr Interesse. Zu ihren bedeutendsten Auszeichnungen aus den letzten Jahren gehören Erste Preise beim International Keyboard Institut & Festival (2014), bei der American Protégé Concerto Competition (2014) und bei der International Shining Stars Rachmaninoff Concerto Competition (2013). Jamina Gerl ist eine souveräne Musikerin, die über den Horizont ihres Instruments, die Welt des „Nur-Pianistischen“, hinauszudenken vermag. Ihre Interpretationen bezeugen einen enormen Gestaltungswillen und bestechen gleichermaßen durch Klarheit der Konzeption wie Sorgfalt der Ausführung. Stilistisches Einfühlungsvermögen und Eindringlichkeit der zu vermittelnden Aussage verbinden sich bei ihr aufs Überzeugendste.
(Foto zum Download)           (CD von Jamina Gerl)


Wissenschaft
Dr. Sandra Kreisslová (*31. Mai 1981 in Kaaden/Kadaò)

Die promovierte Sozialanthropologin Sandra Kreisslová befasst sich in ihrem umfangreichen und qualitativ hochwertigen Werk unter anderem mit dem Identitätsgefühl der Enkelgeneration der in der Heimat verbliebenen Deutschen. Wie schwer es den Mitgliedern dieser Generation fällt, ihre eigene, mehrsprachige Identität und Ethnizität einzuordnen, hat Kreisslová in biographischen Interviews herausgearbeitet und veröffentlicht.
Ihr knapp zehnjähriges Berufsleben insgesamt ist voller anspruchsvoller und interessanter sowie auch ehrenhafter Aufgaben: Von 2006 bis 2011 promovierte sie an der Prager Karls-Universität zum Thema "Konstruktion der kollektiven Identität und des kollektiven Gedächtnisses in biographischen Erzählungen der böhmischen Deutschen". Zeitgleich arbeitete sie als Kulturassistentin für die deutsche Minderheit in Tschechien und bei der Bürgerinitiative Antikomplex in Prag. Seit September 2011 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Psychologie und Kulturwissenschaften der Tschechischen Landwirtschaftsuniversität Prag.
Daneben arbeitet sie in österreichisch-tschechischen Projekten, und zwar zu Forschungen über gesellschaftliche Entwicklungen in Österreich und Tschechien nach 1945 (von 2009 bis 2012) und zur Erarbeitung eines österreichisch-tschechischen Geschichtsbuchs (seit 2015) mit; sie  ist wissenschaftliche Kuratorin beim Goethe-Institut Prag für das Projekt "Schaufenster Enkelgeneration" (2012/2013) und der Gruppe Antikomplex weiterhin als externe Beraterin verbunden.
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Volkstumspflege
Allgäu-Schwäbische Musikanten

Die Allgäu-Schwäbischen Musikanten in Egerländer-Besetzung wurden unter der Leitung von Toni Scholl im Jahr 2014 gegründet, um die große Tradition der Egerländer Blasmusik weiterzutragen. Bei diesem Auswahlorchester des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes steht der Fort- und Weiterbildungscharakter der Blasmusikjugend im Vordergrund. Sie werden in der speziellen Egerländer Stilistik geschult und können bereits auf glänzende Konzerte vor vollen Konzerthäusern zurückblicken.
Toni Scholl, derzeit u. a. Dozent für Blasorchesterleitung an der Musikhochschule Mannheim, war von 1991 bis 1999 erster Tenorhornist bei "Ernst Mosch und seinen Original Egerländer Musikanten". Nicht nur als Musiker, sondern auch als Orchestermanager war Scholl einer der engsten Mitarbeiter von Ernst Mosch, dessen musikalisches Erbe er als Mitbegründer der "Egerländer Musikanten" weiter trug. Die professionelle Interpretation anspruchsvoller böhmischer Kompositionen und der symphonischen Polkas ist ein Muss in seinen Konzerten.
(Foto von Toni Scholl zum Download - Gruppenfoto zum Download)

 


 

Förderpreisträger 2015 der Sudetendeutschen Landsmannschaft

Darstellende und ausübende Kunst
Raphaela Gromes (* 16. März 1991 in München)

Der wohlig-weiche Klang des Cellos durchflutete und bestimmte die häusliche Atmosphäre, in der Raphaela Gromes aufwuchs. Aus Eifersucht auf die ein- und ausgehenden Schüler der Eltern wollte sie schon mit drei Jahren unbedingt mit dem Cellospiel beginnen. Aber erst als Vierjährige durfte sie das sehnlich erwünschte, kleine Cello auf dem Weihnachtstisch vorfinden und in der Folge den ersten Unterricht durch die Mutter erhalten. Zwei Jahre später gesellte sich hierzu auch Klavierunterricht.
Ihren ersten großen Erfolg hatte sie als Zwölfjährige mit dem Rondo von Antonin Dvoøák, das sie mit dem Orchester des Musischen Gymnasiums Freising aufführte. Im Jahr 2005 spielte sie ein viel beachtetes Jubiläumskonzert am Bodensee, u.a. mit der Arpeggione-Sonate von Franz Schubert. Raphaelas Debut als Solistin erfolgte mit dem Cellokonzert von Friedrich Gulda im Herbst 2005, worauf die gerade 14-Jährige von Publikum und Presse überschwänglich gefeiert wurde. Hierauf folgten zahlreiche Auftritte mit dem großen Cellorepertoire. Dabei spielte sie u. a. wiederholt mit den Bad-Reichenhaller-Philharmonikern, dem West-Sächsischen Symphonieorchester, der Tschechischen Philharmonie und 2013 mit den Münchner Symphonikern. 2012 spielte sie die Uraufführung eines für sie komponierten Cellokonzertes von Dominik Giesriegl und 2013 die Uraufführung des Cellokonzertes von Valentin Bachmann mit dem Philharmonischen Orchester Budweis unter der Leitung von David Svec. 2014 folgte die Weltpremiere des für sie und Cécile Grüebler geschriebenen Doppelkonzertes "Chroma" von Mario Bürki mit dem Schweizer Militärorchester sowie das moderne Cellokonzert "Up close" von Michel von der Aa unter der Leitung von Kent Nagano. Dabei trat sie auf Festivals wie dem Jungfrau Music Festival Interlaken, dem Vorsprung Festival der Audi Sommerkonzerte in Ingolstadt, den Mondsee Musiktagen und dem Edinburgh International Festival auf.
Sie besuchte Meisterkurse bei namhaften Cellisten wie David Geringas, Natalia Gutman, László Fenyö, Daniel Müller Schott, Kristin von der Goltz, Wolfgang Boettcher, Anner Bylsma, Wolfgang Emanuel Schmid und Professor Peter Bruns, bei dem sie von 2006 bis 2010 als Jungstudentin an der Mendelssohn-Bartholdy-Hochschule in Leipzig studierte. 2010 legte sie ein 1,0-Abitur an dem Freisinger Camerloher Gymnasium ab und begann anschließend mit dem Cellostudium an der Musikhochschule in München bei Professor Wen-Sinn Yang. Zurzeit studiert sie im Rahmen des ERASMUS-Programmes bei Professor Reinhard Latzko an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien.
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Sonderpreis
Katharina Brandel (* 27. April 1992 in Günzburg)

Aufgewachsen in einem der Musik zugeneigten Elternhaus, begann Katharina in der fünften Klasse mit dem Violinspiel, später wechselte sie autodidaktisch auf die Bratsche. Ersten Gesangsunterricht erhielt sie 2009 am Albertus-Gymnasium in Lauingen, das sie 2011 mit Prädikatsnote absolvierte. 2012 nahm sie das Studium "Gesang und Musiktheater" an der Hochschule für Musik in Saarbrücken bei Professor Yaron Windmüller auf. Als ergänzende Fächer wählte sie Musikerziehung und Chorleitung.
Mit 19 Jahren sang sie die Sopranpartie in Carl Orffs "Carmina Burana". Im Juli 2013 debütierte sie als "Stella" im gleichnamigen Monolog von Ernst Krenek, im Oktober 2014 übernahm sie die Rolle der Subpriorin "Mère Marie" in der Oper "Dialogues des Carmélites" von Francis Poulenc, beides im Rahmen von Produktionen der Hochschule für Musik Saarbrücken.
Brandels Großvater mütterlicherseits wurzelt in Gurtendorf, einer der ältesten Gemeinden im Kuhländchen. Er blieb seiner Heimat verbunden und begann sich innerhalb der Kuhländer Ortsgruppe zu engagieren. Durch ihn wurde Katharina an die Geschichte des nach 1945 verwaisten Ortes herangeführt und nahm Anteil am Schicksal der Opfer von Flucht und Vertreibung. Seit einigen Jahren übernimmt die junge Sopranistin die musikalische Gestaltung bei den Gurtendorfer Heimattreffen in der Kirche. Besondere musikalische Leckerbissen präsentierte sie zusammen mit dem Bassisten Patrick Simper bei der Siebenhundert-Jahrfeier der Stadt Neutitschein sowohl in der Kirche als auch bei einem gemütlichen Beisammensein im Gregor-Mendel-Museum.
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Musik
Elmar Walter (*in Traunstein)

Elmar Walter wurde 1979 in Traunstein geboren und erhielt im Alter von sechs Jahren Blockflötenunterricht. Mit neun Jahren kam das Akkordeon hinzu. 1992 begann er das Tubaspielen, ab 1994 erlernte er die Steirische Harmonika. Nach der Fachhochschulreife wurde er als Soldat auf Zeit Mitglied des Heeresmusikkorps 12 in Veitshöchheim. Im Mai 1998 folgte seine Versetzung zum Luftwaffenmusikkorps 1 in Neubiberg. In dieser Zeit nahm er seine ersten Studien im Fach Basstuba bei Tom Walsh (Münchner Philharmoniker) am Richard-Strauss-Konservatorium München auf.
2000 immatrikulierte er sich an der Universität Mozarteum Salzburg und studierte bei Professor Manfred Hoppert das Konzertfach Basstuba. Von 2006 bis 2009 promovierte er dort in Musikwissenschaft. Am 11. März 2010 wurde ihm der Doctor of Philosophy für "Blas- und Bläsermusik. Musik zwischen Volksmusik, volkstümlicher Musik, Militärmusik und Kunstmusik" verliehen. Parallel war Walter von Oktober 2004 bis September 2008 als Tubist und Registerführer im Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr, Garmisch-Partenkirchen, eingesetzt. Seit 2008 ist er Leiter der Abteilung Volksmusik des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege e. V., München. Unter anderem fungiert er dort als Redakteur der Zeitschrift "Volksmusik in Bayern". Er verfasst außerdem Fachbeiträge mit den Themenschwerpunkten Musikwissenschaft, musikalische Volkskunde und Musikpädagogik. Darüber hinaus tritt er als Referent bei Fortbildungen, Lehrgängen und Arbeitskreisen auf. Sein Forschungsschwerpunkt liegt hier im Bereich traditioneller Popularmusik.
Elmar Walter leitet seit 2003 das semiprofessionelle Blasorchester Schabernack, mit dem er 2003 Vize-Europameister und 2006 Europameister der Böhmisch-Mährischen Blasmusik wurde und mit dem er auch vier Alben veröffentlichte.
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Wissenschaft
Anna Habánová (*24. April 1977 in Náchod)

Anna Habánová ist die Kuratorin einer Sonderausstellung, die in der Regionalgalerie Reichenberg in Nordböhmen im Herbst 2013 durchgeführt wurde. Bei dieser Ausstellung wurden 216 Werke von 107 deutschsprachigen bildenden Künstlern Böhmens, Mährens und Mährisch Schlesiens aus der Zeit zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg gezeigt. Werke von ihnen waren bereits in der Zeit der Ersten Tschechoslowakischen Republik bei verschiedenen wichtigen deutschen Kunstausstellungen gezeigt worden. Danach aber blieben sie von der Öffentlichkeit und von offizieller Seite weitgehend unbeachtet. Es ist das große Verdienst Anna Habánovás, diese Ausstellung zusammen mit ihrem Ehemann Ivo Habán konzipiert und unter Mitwirkung von anderen Kunsthistorikern durchgeführt zu haben. Dadurch werden die Werke der deutschsprachigen bildenden Künstler der ehemaligen Tschechoslowakei wieder in das Bewusstsein der an Kunst und Kultur interessierten Öffentlichkeit der Tschechischen Republik sowie Deutschlands und Österreichs gebracht.
Habánová wurde am 24. April 1977 in der Kleinstadt Náchod in Ostböhmen unweit der Grenze zu Schlesien geboren. Sie stammt aus einer Familie mit rein tschechischen Wurzeln. Sie studierte Kunstgeschichte an der Technischen Universität Dresden und arbeitete als Sammlungskuratorin an der Regionalgalerie in Reichenberg, wo sie nach wenigen Jahren zur Leiterin der wissenschaftlichen Abteilung bestellt wurde. Ihre Dissertation trägt den Titel "Die Reichenberger Region als ein Zentrum der deutschböhmischen bildenden Kunst". Ein weiteres Spezialgebiet ihrer beruflichen Tätigkeit stellt die regionale Kunst und Kultur mit dem Schwerpunkt "Region Reichenberg bis 1945" dar. In der Regionalgalerie setzte sie sich u. a. erfolgreich dafür ein, dass die Werke der sog. Deutschböhmen in die ständige Ausstellung "Kunst aus Böhmen, Mähren und Schlesien" aufgenommen wurden. Ihr wissenschaftliches Gesamtwerk besteht aus zahlreichen Ausstellungskatalogen, Artikeln in Büchern und Zeitschriften sowie der Herausgabe von Büchern. Durch ihre Teilnahme an Fachkonferenzen, die sie teilweise auch selbst organisiert und leitet, belebt sie den nationalen und internationalen wissenschaftlichen Austausch.
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Volkstumspflege
Iglauer Singkreis

"Ich fahre zum Iglauer Singkreis", freuen sich die Angehörigen dieser traditionsreichen sudetendeutschen Spielschar. Der Name bewahrt die Tradition der Iglauer Sprachinsel auf der böhmisch-mährischen Höhe. Zweimal im Jahr trifft sich der Iglauer Singkreis - einer der besten Chöre Deutschlands - zu einer Arbeitswoche. Sie können nicht wie andere Chöre, Musik- und Tanzgruppen regelmäßig an einem Ort proben, denn wie alle Sudetendeutschen wurden auch die Iglauer 1945 vertrieben und "in alle Winde verstreut". So kommen die Singkreisler aus ihren Wohnorten zwischen Kiel und Graz aus ganz Deutschland, Österreich und - seit kurzem - auch aus der Tschechischen Republik zusammen.
Der Iglauer Singkreis bestand schon vor der Vertreibung der Sudetendeutschen, vor 1945. Er war an der Iglauer Lehrerbildungsanstalt von Fritz Stolle aufgebaut worden. Schon 1949 trafen sich die Freunde aus dem Singkreis zum erstenmal wieder auf Burg Ludwigstein in Hessen - und von da an ein- oder zweimal im Jahr zu einer Arbeitswoche. Bald schon hatte der Iglauer Singkreis wieder seinen guten Ruf und trat seit 1950 in Volkstumsabenden bei Sudetendeutschen Tagen und Heimattreffen auf.
Kindergruppen sind eine sehr bewusste und fachkundige musische Bildung, die nach Ansicht der Pädagogen für Kinder sehr wichtig ist. Dem entspricht das kindgemäße Programm des Kindersingkreises. Es ist immer wieder neuen, jüngeren Mitgliedern der Spielschar zu danken, die sich zur Verfügung stellen, um die Kindersingwochen zu organisieren und zu gestalten. Sie schenken den Kindern Semester- und Urlaubswochen und bereiten sich das ganze Jahr über an vielen Wochenenden darauf vor.
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Verleihung der Förderpreise 2013 der Sudetendeutschen Landsmannschaft:

Samstag, 11. Januar 2014 um 14.30 Uhr im Sudetendeutschen Haus

 

Einladung zur Preisverleihung

 

Informationen zu den Preisträgern:

Bildende Kunst und Architektur
Andreas Horsky, München

*1984 in Augsburg
Der Vater stammt aus dem Kreis Teplitz.
Andreas Horsky wurde am 14. März 1984 in Augsburg als Sohn einer Grafischen Zeichnerin und eines Technischen Zeichners geboren und beschäftigte sich bereits als Neunjähriger mit Kunst, später dann intensiv mit der Kunstgeschichte seiner Heimatstadt Augsburg und deren Landkreis. Zum Abschluss der Mittleren Reife erhielt er für seine herausragenden künstleri-schen Leistungen den Kunstpreis der Realschule Neusäß und begann eine dreijährige Ausbildung zum Mediengestalter, die er 2004 abschloss. Von 2007 bis 2012 studierte er Malerei und Grafik in München und schloss 2013 mit dem Diplom ab.
Horsky entwickelte 2010 seine eigene Technik der Acrylmalerei, die ihm zu seinem unver-wechselbaren Stil verhalf. Einen großen Raum nimmt nach wie vor die Landschaft ein - als Ort der Sehnsucht, des Verlorenseins, des Schicksals, des Nichts, des Auflösens und Neu-formierens, des Fremdartigen genauso wie des Vertrauten, des Widerspruchs.
2013 nahm die Kleinplastik einen wichtigen Platz innerhalb seines künstlerischen Schaffens ein. Auf scheinbar leichte, unspezielle Weise verbindet er hier oft Materialien wie lufttrock-nenden Ton, Gips, (rostigen) Draht, Epoxidharz, Wurst (bevorzugt Salami), Dekoelemente oder modifizierte Actionfiguren aus Plastik zu oft fragilen, meist komischen Skulpturen, die versuchen, die Malerei in die dritte Dimension zu übersetzen.
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Darstellende und ausübende Kunst
Matthias Matzke, Trossingen
*1993 in Gingen an der Fils
Der Großvater stammt aus Markausch/Kreis Trautenau.
Matthias Matzke wurde am 28. Januar 1993 in Gingen an der Fils geboren und begann mit sechs Jahren mit dem Akkordeonunterricht. Seit September 2006 ist er Schüler im Hohner-Konservatorium Trossingen und ergänzt seine musikalische Ausbildung durch Meisterkurse bei Frédéric Deschamps in Frankreich. Matzke ist Preisträger zahlreicher nationaler und in-ternationaler Wettbewerbe, z.B. des Deutschen Akkordeonmusikpreises, des Bundeswett-bewerbes "Jugend musiziert", der "Città di Castelfidardo" und des "Coupe Mondiale d'Accordéon".
Neben dem klassisch akustischen Akkordeon fühlt sich Matzke auch auf dem Digitalakkor-deon zu Hause und erweitert sein Repertoire durch die Möglichkeiten der elektronischen Musik. Nach einem zweiten Platz beim Roland-V-Accordion-Festival 2011 gelang es ihm, sich auf diesem Gebiet als Experte zu positionieren und 2013 das Festival zu gewinnen.
Neben seinen solistischen Tätigkeiten spielt Matthias Matzke in Projektorchestern wie dem "World Hohner Accordion Orchestra", dem Bundesakkordeonorchester und ist Konzertmeister im Akkordeon-Landesjugendorchester Baden-Württemberg.
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Musik
Marika Cecilia Riedl, Dorfen
*1996 in Dorfen
Die Großmutter stammt aus Reichenberg.
Im Alter von sechs Jahren bekam Marika Riedl ihren ersten Harfenunterricht, und seit 2008 erhält sie Gesangsunterricht. Seit dem Wintersemester 2010/11 ist Riedl Jungstudentin an der Hochschule für Musik und Theater München im Fach Harfe. 2013 absolvierte sie einen Meisterkurs bei Luisa Prandina in Bertinoro (Italien).
Sie ist mehrfache erste Preisträgerin bei Wettbewerben, z.B. Regional-, Landes- und Bundeswettbewerb "Jugend musiziert", internationaler Franz-Josef-Reinl-Wettbewerb. Mit elf Jahren spielte sie ihr Orchesterdebüt mit den Bad Reichenhaller Philharmonikern. Bereits ab ihrem zehnten Lebensjahr sammelt sie Orchestererfahrung als Soloharfenistin bei Attacca, dem Jugendorchester der Bayerischen Staatsoper, und seit 2012 im Bayerischen Landesjugendorchester. Ebenso arbeitete sie mit vielen anderen Orchestern zusammen, wie der Neuen Philharmonie München, Opera Incognita, der Orchesterakademie der Bayerischen Staatsoper, der Bayerischen Philharmonie und dem Symphonischen Orchester München-Andechs.
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Wissenschaft
Nina Grube, Berlin
*1979 in München
Die Mutter stammt aus Oberleutensdorf/Brüx.
Nina Grube, geboren am 5. April 1979 in München, hat Ethnologie, Politikwissenschaften und Soziologie an der Freien Universität zu Berlin und an der Moshav University in Melbourne in Australien studiert und mit dem Magister im Jahre 2007 abgeschlossen. Von 2008 bis 2013 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ethnologie der Westfäli-schen Wilhelms-Universität in Münster tätig. Seit April 2013 arbeitet sie als Lehrkraft für be-sondere Aufgaben am Institut für Ethnologie der Freien Universität zu Berlin im Bereich Sozial- und Kulturanthropologie. Ihre Dissertation fertigt sie unter Betreuung von Prof. Dr. Helene Basu vom Institut für Ethnologie der Westfälischen Wilhelms-Universität an. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit ist Grube noch in Teilzeit für den Verband für interkulturelle Arbeit VIA Berlin/Brandenburg beschäftigt. Dabei nimmt sie Aufgaben der interkulturellen Beratung und Migrationssozialarbeit wahr.
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Volkstumspflege
Anna Kuschel, Puchheim

*1992 in München
Der Großvater stammt aus Bleistadt/Kreis Falkenau.
Anna Kuschel wurde am 15. Juli 1992 in München geboren und studiert seit 2012 an der Ludwig-Maximilians-Universität und der Technischen Universität München. Zu ihren Hobbys gehört seit frühester Kindheit der Volkstanz. Bereits 1996 wurde sie Mitglied der Böhmerwälder Kindergruppe, seit 2008 unterstützt sie Renate Slawik und wirkt im Leitungsteam mit und übernahm mit Florian Slawik in der Böhmerwaldgruppe München ein Jahr lang die Tanzleitung. Darüber hinaus engagiert sie sich als Betreuerin und Organisatorin diverser Kinderfreizeiten. Sowohl die Volkstumspflege als auch die Weitergabe dieses Kulturgutes an Kinder liegen Kuschel sehr am Herzen.
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Ausschreibung der Kulturellen Förderpreise 2013 der Sudetendeutschen Landsmannschaft

 

 

 

Verleihung der Förderpreise 2012 der Sudetendeutschen Landsmannschaft:

Samstag, 10. November 2012 um 14 Uhr im Sudetendeutschen Haus
Einladung zur Preisverleihung


Kurze Lebensläufe aller Preisträger finden Sie hier.

Die Preisträger:

Bildende Kunst und Architektur
Annabel Stadler
geboren 1988 in Lüdenscheid, wohnhaft in Lüdenscheid. Der Großvater stammt aus Brüx.
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Musik
Tobias Peschanel
geboren 1983 in Augsburg, wohnhaft in Steindorf. Die Großeltern stammen aus Friedland.
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Wissenschaft
PhDr. Jan Heinzl
geboren 1979 in Haindorf/Hejnice, wohnhaft in Haindorf/Hejnice
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Literatur und Publizistik
Dr. Mario Feuerbach
geboren 1977 in Friedberg/Hessen, wohnhaft in Eltville
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Volkstumspflege
Die Egerländer Blasmusik
gegründet im Jahre 1985, Bad Kissingen
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Verleihung der Förderpreise 2011 der Sudetendeutschen Landsmannschaft:

Samstag, 5. November 2011 um 16 Uhr im Sudetendeutschen Haus
Einladung zur Preisverleihung

Die Preisträger:

Darstellende und ausübende Kunst
Anina Polasek, Seefeld
* 1. Juli 1982 in Starnberg

Bildende Kunst und Architektur
Dipl.-Ing. Hans-Michael Földeak, Berlin
* 5. April 1975 in Trento / Italien

Musik
Jan Helge Mueller, Vallendar
* 3. September 1991 in Koblenz

Wissenschaft
Eva Bendl M.A., Augsburg
* 24. Januar 1984 in Schwäbisch Gmünd

Publizistik
Antonia Goldhammer M.A., München
* 16. April 1984 in Bayreuth

Volkstumspflege
Die Egerländer Familienmusik Schmidt
Regensburg

 

Förderpreisträger 2010 der Sudetendeutschen Landsmannschaft:

Einladung zur Preisverleihung

 Darstellende und ausübende Kunst
Prof. Christian Kunert, Hamburg
* 29. März 1983 in Esslingen

Bildende Kunst und Architektur
Radek Falb, Schlaggenwald
* 12. Mai 1979 in Falkenau

Musik
Magnus Barthle, Schwäbisch Gmünd-Bargau
* 1. Januar 1980 in Schwäbisch Gmünd

Literatur und Publizistik
Dita Zeraková, Reichenberg
* 9. Februar 1977 in Reichenberg

Wissenschaft
Dr. Ségolène Plyer, Straßburg
* 21. Dezember 1972 in Créteil/Frankreich

Volkstumspflege
Die Egerländer Rebellen
Weinstadt
Leitung: Markus Maier
Konzert der Egerländer Rebellen am 6. November: Ankündigung

 

Förderpreisträger 2009 der Sudetendeutschen Landsmannschaft:

Darstellende und ausübende Kunst
Duo Claudia und Julia Weissbarth
geboren 1967 in Laupheim und 1978 in Ehingen

Literatur und Publizistik
Kateøina Tuèková, Prag
geboren am 31.10.1980 in Brünn

Musik
Jakob Georg Ruderer, Egling
geboren am 15.04.1989 in München

Volkstumspflege
Kindergruppe der Eghalanda Gmoi z’Geretsried
Leitung: Ingrid Hammerschmied

Bildende Kunst und Architektur
Valentina Isabel Freising, München
geboren am 15.01.1980 in München

Wissenschaft
Dr. Dominik Enders, Tsukuba (Japan)
geboren am 11.06.1975 in Baden-Baden

 

Im Sudetendeutschen Haus in München wurden am

Sonntag, 12. Oktober, 11.00 Uhr 2008 

zum 28. Mal im Rahmen eines Festaktes die "Kulturellen Förderpreise" verliehen. Mit den Förderpreisen dankt die Sudetendeutsche Landsmannschaft für die Wahrung des kulturellen Erbes im Sinne einer jahrhundertealten Tradition. Die Förderpreise sind mit je 1.000,00 Euro durch die Sudetendeutsche Stiftung dotiert. Die Preisverleihung wurde durch Bernd Posselt, Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe und Europaabgeordneter sowie Bundeskulturreferent Reinfried Vogler vorgenommen.

Mit der Stiftung dieser Förderpreise an junge Künstler, die nicht älter als 35 Jahre sein sollen, haben die Sudetendeutschen ein Zeichen gesetzt, das bis heute innerhalb der Kulturarbeit der deutschen Vertriebenen einzigartig geblieben ist.

 

Förderpreisträger 2008 der Sudetendeutschen Landsmannschaft:
 

Darstellende und ausübende Kunst:
Georg Michael Grau, geboren am 13. September 1989 in Lauingen / Donau
Sein Großvater stammt aus Freudenthal in Sudetenschlesien.

Bildende Kunst und Architektur:
Verena Tietz, Dipl.-Ing. Univ., geboren am 31. Januar 1978 in Füssen
Ihr Großvater Professor Eichler stammt aus Liebenau/Kreis Reichenberg.

Literatur und Publizistik:
Johannes Friedrich Wunderlich, geboren am 6. Juni 1986 in Lauterbach / Hessen
Seine Großeltern sind Sudetendeutsche. Mütterlicherseits stammen sie aus Hermannstadt / Sudetenschlesien, väterlicherseits aus Asch / Westböhmen.

Wissenschaft:
Bernd Baier, Dr. rer. nat (Dipl. Biol.), geboren am 10. November 1976 in Regens-burg. Großvater, Vater und Onkel wirkten in der Volks-und Realschule sowie der Universität im Egerland.

Musik:
Verena Constanze Patrizia Rosin, geboren am 8. Oktober 1981 in Stuttgart. Der Vater stammt aus Karlsbad.

Volkstumspflege:
Die Kindersingwoche von Moravia Cantat
Sabine Haslinger (Leiterin)
Die Kindersingwoche von Moravia Cantat stellt ein äußerst erfolgreiches Beispiel für kulturelle Jugendarbeit dar. Für Moravia Cantat ist die Kindersingwoche ein permanenter "Jungbrunnen". Etwa zwei Drittel der aktiven Mitglieder von Moravia Cantat sind über die Kindersingwoche zur Gruppe gestoßen; über die 25 Jahre hinweg waren es fast 50 Jugendliche, die von der Kindersingwoche zur Spielschar gekommen sind.