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Kulturpreise 2022

Prof. Winfried Böhm

Mit dem Großen Sudetendeutschen Kulturpreis wird Professor Dr. Winfried Böhm geehrt. Der 1937 geborene Böhm war von 1974 bis 2005 Ordinarius und Vorstand des Instituts für Pädagogik I an der Universität Würzburg. Dass seine wissenschaftliche Reputation weit über den deutschen Sprachraum hinausgeht, zeigen zahlreiche Gastprofessuren in verschiedenen Ländern Europas, Afrikas sowie Nord- und Südamerikas. Neben der Pädagogik machte sich Böhm auch um die Musik verdient: Er verfasste mehrere Libretti: zu der von Winfried Hiller komponierten Oper „Augustinus – Ein klingendes Mosaik“ (2005) sowie zu dem ebenfalls von Hiller komponierten Oratorium „Der Sohn des Zimmermanns“  (2010) und zu einem Weihnachtsoratorium (2017), dessen Musik Michael Ostrzyga schuf. Prof. Winfried Böhm ist Träger zahlreicher Auszeichnungen und Mitglied vieler angesehener Akademien, darunter der Sudetendeutschen Akademie für Wissenschaften und Künste.

Dr. Stefan Daubner

Mit dem Sudetendeutschen Kulturpreis für Musik und darstellende Kunst wird Dr. Stefan Daubner geehrt. Daubner studierte nach dem Abitur Musik für Lehramt an Gymnasien, anschließend Kirchenmusik in Wien und dissertierte über den tschechischen Komponisten Petr Eben. Nach Referendariat und Zweitem Staatsexamen wurde er Studienrat am Schyren-Gymnasium in Pfaffenhofen an der Ilm und brachte mit diesem und dem Gymnasium Tetschen-Bodenbach das umjubelte Musical „Tisa – eine Liebe ohne Grenzen“ auf die Bühne. In dem vom ihm komponierten und seiner Frau getexteten Bühnenwerk brachte er das Thema Vertreibung vielen Schülern, Eltern und begeisterten Zuschauern näher. .

Bude_web

Der Sudetendeutscher Kulturpreis für Literatur und Publizistik wird Edwin Bude verliehen. Der gelernte Kameramann arbeitete mehrere Jahre als Programmierer, bevor er sich 2005 mit seiner Firma Alpha DL-BIT selbstständig machte und sich in der Filmbranche weiterbildete. Er drehte zahlreiche Dokumentarfilme über das Sudetenland, unter anderem „Im Herzen des Böhmerwaldes“ oder „Unbekanntes Egerland – Mittelpunkt Europas“. Seit 2015 betreibt und pflegt er den Youtube-Kanal der Sudetendeutschen Landsmannschaft und hat dafür viele namhafte sudetendeutsche Einrichtungen wie die Sudetendeutsche Hütte oder den Heiligenhof portraitiert. Besonders wertvoll sind seine Interviews herausragender Persönlichkeiten mit sudetendeutschem Bezug wie Max Mannheimer, Thomas Goppel, Christian Ude, Hans-Jochen Vogel.

Lorenz Loserth

Lorenz Loserth erhält den Sudetendeutscher Kulturpreis für Heimat- und Volkstumspflege. Er engagiert sich bereits seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Sudetendeutschen Landsmannschaft – als Ortsbetreuer von Lobenstein, im Freundeskreis Sudetendeutscher Mundarten, als Referent bei Seminaren auf dem Heiligenhof und zuletzt durch die von ihm geschaffene Internetseite www.heimatlandschaft-altvater.eu. Akribisch sind dort Informationen über die Heimatlandschaft zusammengetragen – angefangen von berühmten Persönlichkeiten bis hin zu Anlaufstellen bei speziellen Fragen. Und immer sind Links angegeben, die einen zum Weiterlesen anregen. Wenn man seinen Werdegang betrachtet, wird deutlich, dass ihm die Vermittlung von Wissen, Bräuchen, Mundarten ein Herzensanliegen ist – als Lehrer bei Jugendlichen, in seiner Eigenschaft als Stadtführer in München und durch die Übersetzung von Kinderliteratur in die Mundart von Lobenstein.