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Polzen-Neiße-Niederland

Das Gebiet Polzen-Neiße-Niederland umfasst das Niederland (Schluckenauer Zipfel), das Isergebirge sowie das Oberland. Der Name „Niederland“ geht vermutlich auf eine fehlerhafte Übersetzung des Begriffs „Neiße-Land“ zurück. Das (böhmische) Niederland, auch Schluckenauer Zipfel genannt, liegt im nördlichsten Böhmen, an der Grenze zu Sachsen, zwischen dem Elbsandsteingebirge und dem Lausitzer Gebirge.

Die Menschen in der einst dicht besiedelten Gegend lebten überwiegend von der Industrie und von der Textilwirtschaft. Wichtigste Industriezentren waren die Städte Warnsdorf, Rumburg, Georgswalde, Schönlinde, Schluckenau, Nixdorf und Hainspach. In Warnsdorf hatte die Firma Kunert ihren Sitz, die Strümpfe und Strumpfhosen fertigte. In Nixdorf wurden Kunstblumen und Stahlwaren hergestellt. Bekanntheit brachte dem Niederland außerdem der Ort Philippsdorf ein: Eine Wunderheilung und eine Marienerscheinung im Jahr 1866 ließen den Ort zu einem böhmischen Lourdes werden, zu dem tausende Menschen pilgerten.

Das Isergebirge gilt erst seit dem 19. Jahrhundert als eigene geographische Einheit. Vorher wurde es dem weiter östlich gelegenen Riesengebirge zugerechnet, von dem es durch das hohe Zackental getrennt ist. Das reiche Holzvorkommen sicherte vielen Bewohnern der Region ein Auskommen in der Holzwirtschaft oder in der Glasbrennerei. Gablonz an der Neiße etwa erreichte mit seiner Glas- und Modeschmuckerstellung große Bekanntheit. Im 19. Jahrhundert zählte Nordböhmen zu den am stärksten industrialisierten Regionen Europas. Mit rund 5.000 Angestellten war die in Reichenberg ansässige Textilfabrik Liebieg & Comp. – 1828 von den aus Braunau stammenden Brüdern Franz und Johann Liebieg gegründet – das größte Unternehmen der Donaumonarchie. Eine bekannte Sehenswürdigkeit ist das Reichenberger Theater. Das Äußere des Theaters zeigt die Stilformen der Neorenaissance. Über der Hauptfassade erheben sich steinerne Gestaltengruppen, die eine Huldigung an die Kunst und die Musen zum Ausdruck bringen.

Das böhmische Oberland befindet sich am Südhang des Lausitzer Gebirges. In ostwestlicher Richtung fließt der Fluss Polzen durch dieses Gebiet. Die Ortschaften Steinschönau und Haida waren für ihre Glasherstellung und Glasfachschulen überregional bekannt.

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