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     +++   Sudetendeutscher Tag in Hof  +++     
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Grußworte

Markus Söder
Grußwort des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder

 

Das Schicksal der Sudetendeutschen steht exemplarisch als Mahnung zum Frieden und zur Achtung der Menschenwürde. Ihre Erfahrungen lehren, dass Krieg und Vertreibung niemals wieder passieren dürfen. Aber leider steht der Sudetendeutsche Tag in diesem Jahr im Zeichen eines mit großer Grausamkeit geführten Krieges in Europa. Das ist zutiefst erschütternd. Unsere Gedanken sind in diesen Wochen bei den Menschen in der Ukraine, die Opfer einer verbrecherischen Aggression sind, wie wir sie in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges überwunden glaubten. Deshalb verdient die Haltung der Sudetendeutschen höchsten Respekt. Sie haben nach dem Leid, das sie erfahren haben, Dialog und Verständigung gesucht sowie die Hand zur Versöhnung ausgestreckt. Sie haben damit einen wertvollen Beitrag zu einer friedlichen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit über Grenzen hinweg geleistet und den Aufbau Europas nach dem Krieg entschlossen und tatkräftig mitgestaltet. Dafür steht das Motto des Sudetendeutschen Tages in Hof; „Dialog überwindet Grenzen". Bayern tritt gemeinsam mit den Sudetendeutschen dafür ein, dass dies
auch in Zukunft gilt!

Eva Döhla
Grußwort der Oberbürgermeisterin der Stadt Hof, Eva Döhla

 

Es ist wahr: „Dialog überwindet Grenzen.“ Dieses Motto für den 72. Sudetendeutschen Tag gewinnt durch den Krieg in der Ukraine eine bestürzende Aktualität. Wir wissen, wovon wir reden. Hof weist bundesweit den fünftgrößten Anteil ukrainischer Staatsbürger gemessen an der Einwohnerzahl auf und kann auch dank der Erfahrungen mit Flüchtenden in der Vergangenheit tatkräftig helfen. Sicher wird auch darauf die Sprache kommen, wenn wir uns an den Pfingsttagen in Hof begegnen.

Auf Flüchtende und Vertriebene - mit dem ganz besonderen Fokus des Ankommens in unserer Stadt - blickt auch eine Dauerausstellung in unserem Museum Bayerisches Vogtland. In Hof existierte aufgrund der geografischen Lage der Stadt an der Grenze zu Tschechien nach dem II. Weltkrieg ein Grenzdurchgangslager im Stadtteil Hof-Moschendorf. Zeitweise war das die größte Aufnahmeeinrichtung für Vertriebene in Bayern. Damals wie heute haben die Vertriebenen nicht nur mit dem Verlust der Heimat, sondern häufig auch mit Gewalterfahrungen umzugehen. Mit diesen Erfahrungen aus der Vergangenheit tragen wir eine Verantwortung, Heimat und Aufgenommensein zu ermöglichen und eine bessere Zukunft zu bauen. „Dialog überwindet Grenzen“ ist so der zeitgemäße, aber auch zeitlose Leitgedanke.

Die Stadt Hof blickt auf Jahrhunderte der Verbindungen und Beziehungen nach Böhmen. Am Beispiel unserer Partnerschaft mit Cheb (Eger) zeigt sich eine Freundschaft, die schon seit vielen Jahren wächst. So treffen wir uns an dem nun wieder regelmäßigen Deutsch-Tschechischen Freundschaftstag im Wechsel mit unseren Nachbarn Karlovy Vary (Karlsbad), Aš (Asch), Františkovy Lázně (Franzensbad) und Cheb (Eger). Unser Hofer Jazz-Frühling lädt explizit tschechische Ensembles ein zum Spiel mit deutschen Kollegen. Erst kürzlich wurde ein Treffen deutscher und tschechischer Wassersportvereine aus der Taufe gehoben.

Ich freue mich sehr, dass der Sudetendeutsche Tag 2022 in Hof stattfindet, nachdem er zuletzt in deutlich größeren Städten veranstaltet wurde. Persönlich wünsche ich Ihnen vier interessante aber auch gesellige Tage in unserer grenzüberschreitenden Region.

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