Termine

Donnerstag, 16.04.2026
bis Freitag, 05.06.2026

„Die vertriebenen Kinder“

Was bedeutete es, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in der Tschechoslowakei ein Mädchen oder ein Junge deutscher Nationalität zu sein? Dieser Frage ist der Prager Dokumentarist Jan Blažek in Interviews mit Zeitzeugen nachgegangen. Der Schriftsteller Marek Toman bearbeitete diese Erinnerungen literarisch. Entstanden ist daraus ein Graphic Novel, zu dem fünf junge tschechische Zeichner die Illustrationen geliefert haben.

Samstag, 30.05.2026, 15:00 Uhr
bis 17:00 Uhr

Vernissage "Vermisst: Heimat. Zeitzeug:innen aus der ehemaligen DDR, Tschechien und Bayern erzählen"

Die Ausstellung "Vermisst: Heimat. Zeitzeug:innen aus der ehemaligen DDR, Tschechien und Bayern erzählen" wurde von Würzburger Studierenden der Museologie zusammen mit der Sudetendeutschen Heimatpflege erarbeitet.

In Interviews geben Zeitzeug:innen ausgewählte Perspektiven auf die Flucht, Vertreibung und das Leben nach 1946 in unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Systemen. Dabei geht die Ausstellung der Frage nach, was Heimat für die Zeitzeug:innen, aber auch für die Besucher:innen der Ausstellung ausmacht.

Mit einem Grußwort von Bernd Posselt eröffnen wir die Ausstellung und die Studierenden sprechen über ihr Ausstellungsprojekt.

Im Anschluss an die Eröffnung gibt es die Möglichkeit des gemeinsamen Austauschs bei Getränken und einem kleinen Imbiss.

Der Eintritt ist frei.

Montag, 01.06.2026, 10:00 Uhr
bis Donnerstag, 25.06.2026, 18:00 Uhr

"Vermisst: Heimat. Zeitzeug:innen aus der ehemaligen DDR, Tschechien und Bayern erzählen"

Die Ausstellung "Vermisst: Heimat. Zeitzeug:innen aus der ehemaligen DDR, Tschechien und Bayern erzählen" wurde von Würzburger Studierenden der Museologie zusammen mit der Sudetendeutschen Heimatpflege erarbeitet.

In Interviews geben Zeitzeug:innen ausgewählte Perspektiven auf die Flucht, Vertreibung und das Leben nach 1946 in unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Systemen. Dabei geht die Ausstellung der Frage nach, was Heimat für die Zeitzeug:innen, aber auch für die Besucher:innen der Ausstellung ausmacht.

Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung ist Montag bis Freitag von 10:00 - 18:00 Uhr geöffnet. An Sonn- und Feiertagen bleibt die Ausstellung geschlossen.

Mittwoch, 17.06.2026, 18:00 Uhr
bis 21:00 Uhr

Autorenlesung "Johannes Urzidil. Leben und Werk im Überblick"

Gemeinsam mit Prof. Dr. Stefan Samerski, der uns seine Urzidil-Biografie vorstellt, tauchen wir ein in die Welt des Johannes Urzidil.

Als Teil der deutschsprachigen Prager Literaturszene stand Johannes Urzidil im Austausch mit prominenten Autoren wie Rainer Maria Rilke, Franz Werfel und Franz Kafka. Urzidil geriet im deutschen und tschechischen Sprachraum bald nach seinem Tode in Rom beinahe in völlige Vergessenheit. Nach der Wende wurde er in Tschechien und Deutschland wiederentdeckt. 

Der Eintritt ist frei.

Montag, 22.06.2026, 19:00 Uhr
bis 21:00 Uhr

Mattoni. Teil 2 des Vortragszyklus "Flüssiges Böhmen"

Im zweiten Teil seines Vortragszyklus "Flüssiges Böhmen" zum Thema berühmter böhmischer Gewässer und Getränke spricht Akademiepräsident Prof. Dr. Stefan Samerski über das bekannteste Mineralwasser aus der Tschechischen Republik. Der Vortrag findet am 22. Juni 2026 um 19:00 Uhr im Adalbert-Stifter-Saal im Sudetendeutschen Haus statt. Seien Sie dabei und entdecken Sie faszinierende Perspektiven auf die Natur und Kultur Böhmens!

Nur ganz wenige Tafelwässer haben es auf die Tische der Welt geschafft. Mattoni gehört unzweifelhaft dazu. Die Erfolgsgeschichte dieses Wassers begann erst im 19. Jahrhundert, und zwar durchaus unspektakulär. Mattoni steht viel stärker für Unternehmertum und Innovation als für spektakuläre Heilerfolge. Das Unternehmen hat vor allem im 20. Jahrhundert einen abgelegenen Ort zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt, der heute wieder so gut wie vergessen und stark verfallen ist: Gießhübel, auf Tschechisch Kyselka.

Dienstag, 23.06.2026, 18:00 Uhr
bis 20:00 Uhr

Filmvorführung "Vertrieben, nicht geflüchtet. Die Geschichte der Sudetendeutschen"

Wir sehen gemeinsam den Film des Filmemachers Lino di Gregori "Vertrieben, nicht geflüchtet. Die Geschichte der Sudetendeutschen". In seinem Erstlingswerk lässt di Gregori Zeitzeug:innen und heutige Aktive zur Geschichte der Sudetendeutschen zu Wort kommen. Im Anschluss findet Gespräch mit dem Filmemacher, Bernd Posselt (Sprecher der Sudetendeutschen), und Studierenden der Museologie an der Universität Würzburg statt.

Moderation: Christina Meinusch

Der Eintritt ist frei.

Vor der Veranstaltung stehen ab 17.00 Uhr in der Ausstellung "Vermisst: Heimat. Sudetendeutsche Zeitzeug:innen aus der ehemaligen DDR, Tschechien und Bayern erzählen" Ausstellungsmacherinnen für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Donnerstag, 25.06.2026, 18:00 Uhr
bis 20:00 Uhr

80 Jahre Kriegsende und Beginn der Vertreibung. Zeitzeugen aus dem Böhmerwald erzählen

Der Zeitzeuge Kal Suchy wurde Kundratitz im Böhmerwald geboren. Er liest aus seinem Buch zu den letzten Kriegstagen im Böhmerwald 1945.

Die 2006 verstorbene Maria Frank wurde in Oppelitz bei Bergreichenstein im Böhmerwald geboren. Sie stellte in der Publikation "Als wir aus dem Böhmerwald vertrieben wurden" von 1991 Berichte von Zeitzeug:innen zusammen. Aus ihrem Buch liest Elfriede Sextl.

Vor der Veranstaltung (ab 17.00 Uhr) steht eine der Kurator:innen der Ausstellung "Vermisst: Heimat. Sudetendeutsche Zeitzeug:innen aus der ehemaligen DDR, Tschechien und Bayern erzählen" für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Der Eintritt ist frei.

Dienstag, 07.07.2026, 18:00 Uhr
bis 20:00 Uhr

Aus der Heimat. Böhmische Sonatinen.

Böhmen ist ein Land voller kleiner Horizonte, voller Miniatur- Landschaften, die sich bei der Durchreise sehr schnell verändern. Ähnlich ist es auch in diesem Konzertprogramm „Aus der Heimat. Böhmische Sonatinen.“

Jedes Werk ist eine Miniatur, in der sich, als einzelne Sätze, noch mehr Miniaturen verstecken - so abwechslungsreich wie das Land, in dem sie entstanden sind.

Abwechslungsreich ist auch die Auswahl der Sonatinen, von den Komponisten des 20. Jahrhunderts bis zu den Komponisten der Romantik. Das Duo „Aus der Heimat“ von Friedrich Smetana zeigt die Heimatsehnsucht des Komponisten und spiegelt in brillanter Weise die Begeisterung von der böhmischen Polka. Die Zuhörer erwartet ein wunderschöner Abend, ein bunter musikalischer Blumenstrauß aus Böhmen.

Carina Kaltenbach-Schonhardt und Tomáš Spurný treten gemeinsam als duo connessione auf und interpretieren für uns böhmische Sonatinen in ihrem Programm.

Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 23.07.2026, 18:00 Uhr
bis 20:00 Uhr

Ausstellungseröffnung "Einfach schön? Politisierung deutscher Volkskultur aus dem östlichen Europa"

Kulturellen Praktiken wie dem „Volkstanz“ oder Objektivationen wie der Tracht wurde und wird bis heute ein ästhetischer Wert zugesprochen. Sie scheinen einfach schön zu sein – gerade in ihrem vermeintlich traditionellen und kaum durch die Moderne berührten Charakter. „Volkskultur“ als schön wahrzunehmen, ist Ergebnis eines durch moderne Sehgewohnheiten und Ideologisierungen geprägten Blicks. Zugleich erlangten „volkskulturelle“ Ästhetiken erst durch ihren Gebrauch in modernen Kontexten Relevanz, Popularität und Bedeutung. Die ästhetische Anmutung von als „Volkskultur“ verstandenen Elementen spielt bis heute eine wichtige Rolle nicht nur in der politischen Kommunikation. In ihrer vermeintlichen Einfachheit und ästhetischen Anmutung erfährt „Volkskultur“ eine komplexe und vielschichtige Politisierung.

Der Eintritt ist frei.

Anmeldung erforderlich: telefonisch unter 089-449993-0 oder per E-Mail unter poststelle@hdo.bayern.de

Freitag, 24.07.2026
bis Samstag, 17.10.2026

Ausstellung "Einfach schön? Politisierung deutscher Volkskultur aus dem östlichen Europa"

Kulturellen Praktiken wie dem „Volkstanz“ oder Objektivationen wie der Tracht wurde und wird bis heute ein ästhetischer Wert zugesprochen. Sie scheinen einfach schön zu sein – gerade in ihrem vermeintlich traditionellen und kaum durch die Moderne berührten Charakter. „Volkskultur“ als schön wahrzunehmen, ist Ergebnis eines durch moderne Sehgewohnheiten und Ideologisierungen geprägten Blicks. Zugleich erlangten „volkskulturelle“ Ästhetiken erst durch ihren Gebrauch in modernen Kontexten Relevanz, Popularität und Bedeutung. Die ästhetische Anmutung von als „Volkskultur“ verstandenen Elementen spielt bis heute eine wichtige Rolle nicht nur in der politischen Kommunikation. In ihrer vermeintlichen Einfachheit und ästhetischen Anmutung erfährt „Volkskultur“ eine komplexe und vielschichtige Politisierung.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag (werktags) 10.00 bis 20.00 Uhr, im August bis 18.00 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 30.07.2026, 19:00 Uhr
bis 21:00 Uhr

Vortrag Dr. Lilia Antipow: Zwischen Heimat und Herrschaft

Zwischen Heimat und Herrschaft – Trachtenkulturen der Deutschen im östlichen Europa, 1918–1945

Seit dem 19. Jahrhundert setzte ein Prozess der Ethnisierung von Trachten ein, der sich in den 1920er Jahren und später unter der NS‑Herrschaft verstärkte. Trachten wurden nicht länger nur als regionale oder dörfliche Kleidung wahrgenommen, sondern dienten zunehmend als sichtbares Bekenntnis zu „Volk“ und „Nation“ – als sogenanntes „Gesinnungskleid“. In den 1930er Jahren war Trachtenkult ein elementarer Bestandteil nationalistischen Selbstverständnisses bei deutschen Minderheiten in Osteuropa.

Eintritt frei

Eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung "Einfach schön? Politisierung deutscher Volkskultur aus dem östlichen Europa"

Kooperationspartner: Haus des Deutschen Ostens (HDO), Institut für Kulturanalyse der Deutschen des östlichen Europas (IKDE), Freiburg und Heimatpflegerin der Sudetendeutschen

Montag, 28.09.2026, 19:00 Uhr
bis 21:00 Uhr

Pilsner Bier. Teil 3 des Vortragszyklus "Flüssiges Böhmen"

Im dritten Teil seines Vortragszyklus "Flüssiges Böhmen" zum Thema berühmter böhmischer Gewässer und Getränke spricht Akademiepräsident Prof. Dr. Stefan Samerski über das bekannteste Bier aus der Tschechischen Republik. Der Vortrag findet am 28. September 2026 um 19:00 Uhr im Adalbert-Stifter-Saal im Sudetendeutschen Haus statt. Seien Sie dabei und entdecken Sie faszinierende Perspektiven auf die Natur und Kultur Böhmens!

Böhmen ohne Bier ist schlichtweg nicht denkbar. Das Pilsner oder Pils hat Weltruf, und seine Popularität ist bis heute ungebrochen. Als Lagerbier dominiert Pils den Großteil des deutschen Biermarktes. Seine Entwicklung verlief jedoch nicht eindimensional, denn ohne den bayerischen Einfluss gäbe es die Erfolgsgeschichte des Pilsners nicht. Damit hat Biertrinken nicht nur etwas vordergründig Geselliges an sich, sondern auch etwas Völkerverbindendes. Wer die Kulturgeschichte des Pilsners kennt, hat mehr vom Trinken!

Montag, 09.11.2026, 19:00 Uhr
bis 21:00 Uhr

Becherovka. Teil 4 des Vortragszyklus "Flüssiges Böhmen"

Im vierten Teil seines Vortragszyklus "Flüssiges Böhmen" zum Thema berühmter böhmischer Gewässer und Getränke spricht Akademiepräsident Prof. Dr. Stefan Samerski über den bekanntesten Likör aus der Tschechischen Republik. Der Vortrag findet am 9. November 2026 um 19:00 Uhr im Adalbert-Stifter-Saal im Sudetendeutschen Haus statt. Seien Sie dabei und entdecken Sie faszinierende Perspektiven auf die Natur und Kultur Böhmens!

Der Becherbitter wird nicht nur als die 13. Heilquelle Karlsbads bezeichnet, sondern gehört zu jedem zünftigen böhmischen Festmahl – und das bis heute. Sogar bei Staatsempfängen wird am Schluss traditionell Becherovka gereicht. Diese einzigartige sudetendeutsche Erfolgsgeschichte brach auch 1945 und 1990 nicht ab, wenngleich der Besitzer wechselte. Inzwischen wird die Angebotspalette stetig ausgebaut und geschickt vermarktet. Vom besonderen Geschmack werden Sie sich überzeugen können…

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