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Schloss Leitomischl

Schloss Leitomischl, Foto: Werner H. Honal

Schloss Leitomischl ist eines der bedeutendsten Renaissance-Bauwerke der Böhmischen Länder. Im Laufe seiner Geschichte zählte es zahlreiche bekannte Adelsfamilien zu seinen Besitzern. Bereits im 10. Jahrhundert sollen die Slavnikiden an der Stelle des heutigen Schlosses eine Burg errichtet haben. Ab 1432 gehörte sie zum Besitz der Familie Kostka von Postupitz. 1567 erwarb Wratislav von Pernstein die Herrschaft Leitomischl. Er ließ durch die Tessiner Baumeister Giovanni Aostalli und Ulrico Aostalli das heutige Renaissanceschloss errichten, das 1581 fertiggestellt wurde.

 

Im 17. Jahrhundert war Schloss Leitomischl kurzzeitig Eigentum der Familie von Lobkowitz, bevor es 1649 in den Besitz derer von Trauttmansdorff gelangte. Diese ließen das Schloss zu Beginn des 18. Jahrhunderts im Stile des klassizistischen Barock umgestalten. 1758 wurde Leitomischl durch die Grafen von Waldstein erworben, die unter anderem das bekannte Schlosstheater einbauen ließen. Dort hatte Friedrich Smetana, dessen Vater die Brauerei des Schlosses leitete, im Alter von sechs Jahren seinen ersten öffentlichen Auftritt als Pianist. 

Ab 1855 gehörte Schloss Leitomischl den Fürsten von Thurn und Taxis. Sie waren die letzten Besitzer vor der Enteignung und Verstaatlichung des Schlosses nach dem Zweiten Weltkrieg. 1999 wurde das Bauwerk in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. In den letzten Jahren erfolgte eine umfassende Renovierung des gesamten Schlossareals.