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Schloss Jarmeritz

Schloss Jarmeritz, Foto: David Stašek

Mit ihrem elliptischen Grundriss, dem Kuppeldach und zwei asymmetrisch angeordneten, über 40 Meter hohen Türmen, ist die Kirche St. Margarethen in Jarmeritz ein durchaus auffälliges Bauwerk. Ebenso wenig zu übersehen ist das unmittelbar an die Kirche angrenzende Barockschloss, das zu den größten Baumwerken Mährens aus dem 18. Jahrhundert zählt.

Umso erstaunlicher erscheint es, dass bis heute nicht geklärt werden konnte, wer die Baupläne für das Ensemble aus Schloss und Kirche entwarf. In Frage kommen mindestens zwei bedeutende österreichische Barock-Architekten – Jakob Prandtauer und Johann Lucas von Hildebrandt. Bekannt ist immerhin der Auftraggeber des Projektes: Johann Adam Graf von Questenberg, Besitzer der Herrschaft Jarmeritz, ließ die Kirche St. Margarethen zu Beginn des 18. Jahrhunderts errichten. Zeitgleich wurde das bereits bestehende Renaissance-Schloss im Barockstil umgebaut und erweitert. Johann Adam von Questenberg machte Schloss Jarmeritz zu einem Zentrum des kulturellen Lebens in Mähren. Er galt als großer Musikliebhaber und pflegte Kontakte zu bekannten Komponisten seiner Zeit, darunter Johann Sebastian Bach. Von seiner Leidenschaft zeugen bis heute das Schlosstheater, ein Tanzsaal, mehrere Musiksäle und eine Sammlung zeitgenössischer Musikinstrumente. Schloss Jarmeritz wird deshalb auch als „musikalisches Versailles“ bezeichnet.