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Böhmisches Kur-Quartett

Böhmisches Kur-Quartett

Das berühmte Bäderdreieck Marienbad, Franzensbad und Karlsbad wird den meisten ein Begriff sein, Tschawitz und Eichwald hingegen sind als Kurorte deutlich weniger bekannt. Etwa 150 Kurorte gab es in den böhmischen Ländern, die sich dank eines von der Sudetendeutschen Landsmannschaft konzipierten und herausgegebenen Kartenspiels nun spielerisch kennenlernen lassen. Auf 48 Karten werden darin bekannte und weniger bekannte Kurorte der böhmischen Länder vorgestellt. Das Spiel kann kostenlos bei der Bundesgeschäftsstelle der Landsmannschaft bezogen werden.

 

„Wir sind Welterbe“ – mit diesem Ruf begrüßten die Sudetendeutschen im Juli 2021 die Entscheidung des UNESCO-Welterbekomitees, elf europäische Kurorte, darunter Karlsbad, Marienbad und Franzensbad, zum kulturellen Erbe der Menschheit zu erklären. Damit wurde eine historische Tatsache betont, die im öffentlichen Bewusstsein leider kaum noch präsent ist: Die Tradition des böhmischen Kurwesens ist ein wichtiger Bestandteil nicht nur der euro-päischen und tschechischen, sondern gerade auch der sudetendeutschen Kulturgeschichte.

Ein Kuraufenthalt in Karlsbad, Marienbad oder Franzensbad verbindet seit jeher gesundheitliches Wohlbefinden mit Luxus, Glamour und europäischem Flair. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war die Kur nicht nur therapeutisches Mittel und Statussymbol, sondern auch Ausdruck einer ganz eigenen Lebensweise. Während der Sommermonate traf sich die gehobene Gesellschaft Europas in den Böhmischen Bädern.

 

Die sudetendeutsche Kurtradition geht dabei weit über das Egerländer Bäderdreieck hinaus: Um 1914 gab es in den Böhmischen Ländern über 150 Kurorte, von denen viele inzwischen fast in Vergessenheit geraten sind. Auch diese Heilbäder möchte die Sudetendeutsche Landsmannschaft wieder bekannter machen.

 

Mit finanzieller Unterstützung durch den Freistaat Bayern hat sie deshalb das „Böhmische Kur-Quartett“ herausgegeben. In Form eines Quartettspiels werden darin nicht nur die weltberühmten, sondern auch kleinere sudetendeutsche Kurorte wie Goldbrunn, Voitelsbrunn, Grindschädl oder Deutsch Jaßnik vorgestellt. 

 

Durch seine Gestaltung im Stil des Historismus versetzt das Quartett die Spieler zurück in die Zeit um 1914, als das Kurwesen in Europa seinen Höhepunkt erlebte. Jede Karte enthält eine kolorierte historische Ortsansicht und Angaben zum jeweiligen Kurort – etwa die Zahl der Kurgäste oder die Kosten eines Kuraufenthalts im Jahr 1914.

Gespielt wird nach den klassischen Quartett-Regeln oder nach der vom Autoquartett bekannten „Supertrumpf“-Variante. Auf spielerische Weise wird so Wissen vermittelt – liegt doch gerade bei jungen Menschen das Quartettspiel heute wieder voll im Trend. Unser neues Kartenspiel eignet sich deshalb nicht nur zur privaten Unterhaltung, sondern auch für die Arbeit in den Gebiets- und Heimatgliederungen.    

 

Das Böhmisches Kur-Quartett erhalten Sie kostenlos bei der Bundesgeschäftsstelle der Sudetendeutschen Landsmannschaft. Bestellen Sie jetzt per E-Mail an oder telefonisch unter der Nummer 089 48 00 03 70.

Logo des Bayer. Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales

Das Kartenspiel wurde gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.